Handlung

Die Komödie „Der Menschenfeind“ oder „Der griesgrämige Verliebte“ von Molière thematisiert die Auseinandersetzung mit der scheinheiligen und heuchlerischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts.

Alceste ist ein ehrlicher und aufrichtiger Adliger, er lebt jedoch sehr einsam, da er den Großteil der Menschen aufgrund ihrer Verlogenheit und Schmeicheleien offen ablehnt und somit ein Außenseiter ist. Sein Ziel ist es, seine Ideale von Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit um jeden Preis zu verwirklichen. Auf den Rat seines Freundes Philinte, die Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind,  und sein Bedürfnis zu mäßigen, in jeder Situation ehrlich zu sein, möchte er nicht hören. Daher macht er sich die Menschen zu Feinden, wie zum Beispiel den aufdringlichen Dichter Oronte, dessen Gedicht er offen und direkt kritisiert. Philinte dagegen lobt Orontes Gedicht. Seiner Meinung nach sei es eine Sache der Höflichkeit, dem Menschen nicht die Wahrheit zu sagen, um ihn nicht zu verletzen.

Man müsse sich an die Gesellschaft anpassen um dazuzugehören.

 „Der Menschenfeind“ Alceste verliebt sich ausgerechnet in Célimène, die die schmeichlerische Gesellschaft vertritt, die Alceste so verabscheut. Sie genießt es, umgarnt zu werden und mit ihren Verehrern Acaste und Clitandre tauscht sie regelmäßig den neuesten Hofklatsch aus. Alceste möchte ihr Verhalten nicht akzeptieren und fordert von ihr, dass sie sich ändert. Obwohl Eliante, die Cousine Célimènes, die geeignetere Wahl darstellen würde, lehnt Alceste ihre aufrichtige Zuneigung ab. Nach dieser Zurückweisung  ist sie bereit Philinte zu heiraten, der von Anfang an von ihrer Beständigkeit begeistert war. Auch Arsinoé, die  vermeintliche Freundin Célimènes, ist an Alceste interessiert. Aus Neid auf Célimène versucht sie ihn - durch eine Intrige -  für sich zu gewinnen. Sie gibt Alceste einen Brief Célimènes, in dem die Wahrheit enthüllt wird: All ihre Verehrer, darunter auch Alceste, werden verspottet. Daraufhin lassen sie Célimène wütend stehen, lediglich Alceste steht zu ihr und schlägt ihr vor, in ein einsames Land zu flüchten. Célimène möchte aber nicht auf die Geselligkeit verzichten und lehnt den Vorschlag ab. Alceste möchte daraufhin allein in die Einsamkeit fliehen, ob Philinte und Eliante ihn von diesem Plan abringen können, bleibt offen.

 

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