Das Jahrhundert Molières

Biographie Molières

Der wohl berühmteste Klassiker und Autor Frankreichs wurde am 14. Januar 1622 in Paris geboren. Sein richtiger Name war Jean-Baptiste Poquelin, er legte sich um 1644 den Künstlernamen Molière zu. Er war Schauspieler, Dichter, Dramatiker und Theaterdirektor, wobei seine Person mit der Shakespeares verglichen werden kann: Außer einigen Unterschriften sind keine handschriftlichen Werke Molières bekannt.

Molière studierte auf dem Collége de Clermont Jura, bis er 1643 gegen den Willen seines Vaters Schauspieler wurde. Von 1646 bis 1658 schloss er sich einer Theater-Wandergruppe an, wo er früh erste Erfolge hatte: Der einstige Schauspieler stieg zum Direktor auf, woraufhin dieser beschloss, eine eigene Theatergruppe zu gründen. Hiermit hatte er ebenfalls früh Erfolg, er spielte vor dem König und seine Theatergruppe wurde durch ihre Komödien bekannt.

In dieser Zeit spielte er auch zum ersten Mal im Saal des Petit-Bourbon, dann in dem des Palais-Royal. Hier wurden zum ersten Mal die bekannten Werke, wie „Der Menschenfeind“ produziert. 1662 heiratete der inzwischen vierzigjährige Molière die 19jährige Armande Béjart.

Schon früher von einer Krankheit befallen, erlitt Molière als Argan bei der vierten Aufführung des „Eingebildeten Kranken“ einen Schwächeanfall und starb am selben Tag, dem 17. Februar  1673. 

Zwischen Molières Leben und dem „ Menschenfeind“ können viele Parallelen gezogen werden. Das Stück ist vermutlich das am meisten autobiographisch geprägte Stück Molières. Die Weigerung Alcestes sich dem bürgerlichen Leben anzupassen kann mit der Unlust Molières verglichen werden, sich an das Verhalten am Hofe des Königs anzupassen. Auch Molières Liebe zu der 21 Jahren jüngeren Armande Béjart ähnelt der Alcestes, der unsterblich in die jüngere, selbstgefällige Célimene verliebt ist.


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