Fächer
GAPP 2007/2008
"Das ist ja erst im Oktober! Da haben wir ja noch Zeit!" Das dachten wir immer, wenn wir über unsere Reise nach Amerika sprachen, oder in unseren allwöchentlichen Sitzungen mit der gesamten Gruppe zusammen saßen! Natürlich verging die Zeit bis zum Abflug dann doch schneller als gedacht.



Als wir uns endlich am 1.Oktober 2007 im Flughafen Köln/Bonn zusammen gefunden hatten, waren alle noch ein wenig müde, doch man konnte die Aufregung trotzdem aus fast jedem Gesicht lesen.
Alle freuten sich sehr auf die ersten Tage in New York und wir hatten uns nicht zuviel versprochen! Es waren vier anstrengende aber mindestens genauso aufregende Tage mit Empire State Building, Ground Zero, Broadway und vielem Anderen.

Nachdem wir jeden Morgen in einem, für uns typisch amerikanischen, Restau-
rant gefrühstückt hatten, starteten wir jeden Tag, um in kurzer Zeit möglichst viel zu sehen! Der Höhepunkt des Aufenthaltes war das Musical Mama Mia, welches wir am Mittwochabend besuchten. Das Musical beeindruckte durch tolle Sänger und eine mitreißende Story. Rundum waren es vier wunderschöne, schon fast verzaubernde Tage in New York.



Nun war es so weit: Wir sollten endlich unsere Gastfamilien kennen lernen!
Alle waren aufgeregt. Wie würde man sich mit seiner Familie verstehen? Diese lang gestellte Frage würde nun endlich beantwortet werden. Es war schon ein tolles Bild, wie wir mit bunten Ballons und Plakaten willkommen geheißen wurden!

Nun hatten wir einige Tage in unseren Familien, um diese besser kennen zu lernen, aber nicht, dass man denkt wir hätten nichts zu tun gehabt! Nein, denn es stand "Homecoming" vor der Tür. Wie wir es erwartet hatten, war sowohl der Freitagabend mit dem Footballspiel als auch der Samstagabend, an dem der große Ball stattfand, ein voller Erfolg und alles zusammen ein schönes Wochenende.
Am darauf folgenden Dienstag traten wir zusammen mit unseren amerikanischen Freunden unseren Ausflug nach Washington DC an. Auf Grund eines vollen Programms sahen wir wirklich nur sehr wenig von der Stadt, aber das, was wir erlebt haben, war toll und die Tour war sehr gut um die ganze Gruppe besser kennen zu lernen! Um es mit dem Zitat eines Lehrers zu sagen: "Es überrascht mich, dass junge Leute sich so schnell so nah kommen können!" Der Rest der Woche verlief relativ ruhig. Wir gingen mit unseren Partnern zur Schule, hatten dort aber nun unseren eigenen Stundenplan, dem wir nachgingen. Es war toll zu erleben, wie es ist, in den USA zur Schule zu gehen und zu erleben, wie dieses Schulsystem funktioniert. Der Stundenplan der Schüler aus Leverkusen bestand bei allen aus 8 Stunden: Freistunde, Lunchtime, Leverkusen-Time, America Seminar und Deutschunterricht, den wir in den meisten Fällen auch selber mitgestalten konnten. Des Weiteren konnten wir die restlichen drei Fächer selbst wählen. Fächer wie video-filming, foods, childcare, ceramics aber auch Mathe oder Geschichte standen zur Auswahl.

In der letzten und damit dritten Woche unseres Aufenthaltes in Amerika gab es dann wieder mehr Programm für die ganze Gruppe. Unter anderem eine Fahrradtour, eine Führung durch die City Pittsburghs sowie jeweils ein Aufenthalt in einer Grundschule und in einer anderen High School. Über die Zeit lernten wir alle GAPP- Mitglieder besser kennen und freundeten uns mit ihnen an. Diese Freundschaften wurden durch Aktivitäten nach dem offiziellen Programm noch vertieft, wie z.B. Video- oder Bowlingabende. Eigentlich wollte niemand daran denken, dass wir schon bald wieder nach Hause fahren mussten! Für ihre deutschen Freunde veranstalteten unsere Amerikaner am letzten Abend natürlich noch einmal eine zünftige Farewell-Party, die dieses Jahr unter dem Motto "Cowboys" stand. Es gab Cowboyhüte und Halstücher für alle. Es war eine gelungene Party mit Livemusik, bei der die Deutschen ihre neuen amerikanischen Freunde natürlich mächtig unterstützten, sowohl am Mikro, als auch an den Instrumenten. Wenn wir zurückblicken, können wir sagen, dass wir in den USA eine unvergessliche Zeit hatten, in der wir neue Erfahrungen gesammelt haben, von neuen Eindrücken fast erschlagen wurden und vor allem neue Freunde gefunden haben. Wir fiebern dem Besuch der Amerikaner im Sommer entgegen.

Ich glaube, uns ist es gelungen, die "Lücke" zu schließen und das natürlich nicht ohne die Unterstützung unserer Lehrer. Vielen Dank an Herrn Selbach, Frau Brunkau und Frau Heyer, dass sie uns das alles ermöglicht haben.


Julia Schratter